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Zucker durchgestrichen

Zucker ist ein Vitamin- und Mineralstoffräuber

Sicher habt Ihr auch schon davon gehört, dass Zucker ein Vitamin- und Mineralstoffräuber ist. Aber warum ist das so?

100 g Haushaltszucker (Saccharose) enthält nur je 2 mg Calcium und Magnesium. Andere Mineralstoffe und Vitamine sind gar nicht mehr enthalten. Bei der Verdauung von Zucker (und auch anderen Kohlenhydraten!) werden jedoch größere Magnesiummengen, sowie Spurenelemente (insbesondere Mangan, Zink und Chrom) sowie größere Mengen B-Vitamine benötigt, und so muss der Körper diese den körpereigenen Vitamin- und Mineralstoffdepots entnehmen, um den isolierten Zucker zu verdauen. Wird nun regelmäßig Zucker in isolierter Form konsumiert, dann werden die Vitamin- und Mineralstoffdepots immer stärker geplündert. Dies führt dann auf Dauer zu diversen Mangelerscheinungen. Ein Mineralstoffmangel fördert zudem eine Übersäuerung des Körpers. Körperliche Beschwerden und ernsthafte Erkrankungen wie z.B. Osteoporose, Migräne, diverse Hautprobleme, Haarausfall, Gallensteine, Rheuma, Arthrose, Gicht, ja sogar Krebs, können die Folge sein.

Bei der industriellen Herstellung von weißem Haushaltszucker werden die B-Vitamine entfernt, so dass diese im Endprodukt nicht mehr vorhanden sind.

Natürliche, kohlenhydrathaltige Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukte usw. enthalten von Natur aus größere Mengen an B-Vitaminen. So zum Beispiel auch das Zuckerrohr und Zuckerrüben, aus denen Saccharose hergestellt wird. Zusätzlich verhindern die in diesen Lebensmitteln enthaltenen Ballaststoffe extreme Blutzuckerschwankungen, was das Risiko, eine Insulinresistenz bzw. Diabetes Typ 2 zu entwickeln, verringert.

Saccharose bzw. Haushaltszucker wird auch als Rohrzucker, Kandiszucker, Rübenzucker o.ä. bezeichnet. Zusätzlich gibt es auch sogenannten Vollrohrzucker oder Vollzucker, die häufig als vollwertig und gesünder angesehen werden, da sie noch eine gewisse Menge Mineralstoffe enthalten. Doch auch bei diesen Zuckerarten handelt es sich um konzentrierte Süßungsmittel mit einem geringen Mineralstoffgehalt, weshalb auch diese alles andere als gesund sind.

 

Zucker fördert Übergewicht

Wusstet Ihr außerdem, dass alle Kohlenhydrate aus unserer Nahrung, außer den Ballaststoffen, in unserem Körper in Zucker umgewandelt werden? Da aber unser Körper nur eine begrenzte Zuckermenge in Form von Glykogen in der Leber und in der Muskulatur speichern kann, wird überschüssige Glucose in Fett umgewandelt und in den Fettdepots gespeichert. Das ist der Grund dafür, dass ein übermäßiger Kohlenhydratverzehr zu Übergewicht führt. Daher sind die Kohlenhydrate der wirkliche Dickmacher unserer heutigen Zeit und nicht die Fette, wie leider immer noch sehr häufig behauptet wird. Im Gegenteil: Gesunde Fette sind sogar wichtig für eine Gewichtsreduktion! Welche Fette wirklich gesund sind, erfahrt Ihr bald in einem weiteren Beitrag von mir.

 

Zucker ist schlecht für die Darmgesundheit

In Kombination mit Getreideprodukten führt Zucker zu Gärungsprozessen im Darm, die die Verdauung beeinträchtigen und bei denen giftige Gase entstehen, die die Darmflora schädigen können. Zudem ernähren sich Darmpilze vorzugsweise von Zucker, wodurch deren Vermehrung gefördert wird, was dann ebenfalls zu Verdauungsbeschwerden und anderen Beschwerden führen kann. Deshalb sollte auch süßes Obst nur in Maßen verzehrt werden.

 

Welche Süßungsmittel sind empfehlenswert?

Grundsätzlich sollte jeder zunächst einmal seine Geschmacksnerven neu programmieren, so dass auch weniger süße Speisen wieder gut schmecken. Dazu sollte man die Verwendung von Zucker langsam immer weiter reduzieren. Ihr werdet sehen, dass Euch dann irgendwann „normale“ Süßigkeiten gar nicht mehr schmecken, weil sie Euch zu süß geworden sind.

Zusätzlich können zum Süßen in gemäßigten Mengen „Ursüße“ oder „Rapadura“ verwendet werden. Hierbei handelt es sich um getrockneten und gemahlenen Zuckerrohrsaft. Diese Produkte findet Ihr im Bioladen oder im Reformhaus. Sie enthalten deutlich größere Mengen Mineralstoffe bzw. Spurenelemente wie z.B. Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen.

Gleiches gilt für Kokosblütenzucker, der darüber hinaus im Vergleich zu anderen Zuckerarten einen niedrigen Glykämischen Index besitzt. Der glykämische Index gibt an, wie stark ein Lebensmittel nach dessen Verzehr den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt.

Aber auch Datteln können sehr gut verwendet werden. So gibt es zum Beispiel viele Rezepte für Rohkostkuchen, die hauptsächlich aus Datteln und Nüssen hergestellt werden. Zum Süßen von Kakao oder Milch kann man ebenfalls sehr gut Bananen oder Datteln verwenden, indem man die Milch oder Pflanzenmilch in einem Hochleistungsmixer mit dem Obst fein mixt. Bei meinen Rezepten findet Ihr hier zum Beispiel den Mandelkakao, der mit Datteln gesüßt wird.

Ich empfehle zusätzlich, immer einen Teil des Süßungsmittels durch Stevia zu ersetzen. Als alleiniges Süßungsmittel eignet sich Stevia aufgrund des leicht bitteren Nachgeschmacks weniger. Man kann aber eine natürliche Süße z.B aus Bananen oder Datteln sehr gut mit Stevia ergänzen, ohne dass es jemandem auffällt.

Datteln enthalten B-Vitamine (insbesondere B3, B5 und B6) sowie Mineralstoffe (insbesondere Kalium und Magnesium).

 

Ist Honig gesund?

Honig ist zwar ein naturbelassenes Lebensmittel, sofern man wirklich hochwertigen, naturbelassenen Honig z.B. im Bioladen oder Reformhaus kauft. Leider enthält Honig aber nur geringe Mineralstoffmengen. Aus diesem Grund sind „Rapadura“, „Ursüße“ und Kokosblütenzucker weitaus empfehlenswerter.